Ratgeber
Lack im Winter: Streusalz ist das eigentliche Problem
Kälte allein macht dem Lack wenig aus. Das Problem ist die Mischung aus Salz, Feuchtigkeit und Temperaturen um den Gefrierpunkt.
Was Salz tatsächlich anrichtet
Salz senkt den Gefrierpunkt und hält damit Feuchtigkeit länger flüssig. Diese Salzlösung kriecht in jede Fuge und bleibt dort, auch wenn die Oberfläche längst trocken aussieht.
Auf intaktem Lack passiert erst einmal wenig. Kritisch wird es überall dort, wo der Lack schon verletzt ist: Steinschläge an der Frontschürze, die Kante der Motorhaube, die Radläufe.
Dort beginnt die Unterwanderung. Der Rost arbeitet unter dem Lack weiter, bis die Stelle aufplatzt.
Die Stellen, die zuerst leiden
Radkästen und Schweller, weil dort ständig Salzwasser hochgeschleudert wird.
Die Türunterkanten und ihre Ablauflöcher. Sind die verstopft, steht das Salzwasser in der Tür.
Die Heckklappe rund um Schloss und Kennzeichenbeleuchtung.
Bremssättel und Felgen, wo sich Salz mit Bremsstaub verbindet.
Wie oft waschen
Bei gestreuten Straßen alle ein bis zwei Wochen, und dabei unbedingt die Unterbodenwäsche mitnehmen.
Wichtig ist vor allem, dass gewaschen wird, wenn die Streuperiode zu Ende geht. Salz, das den Frühling über am Fahrzeug bleibt, arbeitet bei Feuchtigkeit weiter.
Nach der Wäsche die Türen kurz öffnen und die Gummidichtungen abtrocknen, sonst frieren sie fest und reißen beim nächsten Öffnen ein.
Was im Herbst hilft
Eine Versiegelung vor dem Winter macht die Oberfläche glatter. Schmutz und Salzlösung haften schlechter und werden beim nächsten Regen leichter abgespült. Für die Scheiben biete ich das an, für den Lack lohnt der Gang zum Fachbetrieb.
Steinschläge vorher ausbessern. Ein Lackstift für ein paar Euro verhindert die Stelle, die im Frühjahr aufblüht.
Wenn Sie es machen lassen wollen
Ich komme im Umkreis von 20 Kilometern um Fulda zu Ihnen und bringe alles mit. Die Innenreinigung beginnt bei 100 Euro, die Anfahrt ist enthalten.
Weiterlesen